Top 10 außergewöhnliche Unterkünfte in Deutschland

Oder auch: Hier kann man schlafen?

  

 

Hast du schon einmal in einem Wasserturm, einer alten Mühle oder einem echten Iglu übernachtet? Bei Slowhop stellen wir ja grundsätzlich immer außergewöhnliche, genauer: außergewöhnlich gute Unterkünfte zusammen, die uns inspirieren und im Zeichen des Slow-Travelling oder ökologischen Denkens stehen. Aber angesichts immer neuer Wohnkonzepte sowie Nutzungsmöglichkeiten von Gebäuden bzw. Flächen konnten wir nicht anders, als eine Liste voller wirklich außergewöhnlicher Objekte zusammenzustellen. Solche, die man vielleicht gar nicht als inspirierende Unterkunft wahrnehmen würde.


Hat nicht jeder von uns als Kind davon geträumt, in einem perfekt eingerichteten Baumhaus zu wohnen? Nun, es heißt doch immer, dass man nicht sein Leben träumen, sondern seinen Traum leben soll. Also verwirklichen wir uns unseren Traum vom Baumhaus jetzt, als Erwachsene, und müssen uns nicht einmal um den Bau und die Einrichtung kümmern: Das Baumhaushotel Seemühle befindet sich nahe der hessisch-bayrischen Grenze im waldreichen Spessart-Gebirge. Daher erwartet es seine Gäste in der reinsten Naturidylle, und doch mit modernem Komfort wie WLAN, eigenem Bad, Strom und Heizung. Die namensgebende Seemühle wurde 2010 von Stephan Schulze erworben und rundum renoviert, wobei er sich besonders auf die spätere Nutzung von erneuerbaren Energien konzentrierte. Die Idee zum Baumhaushotel in den Bäumen, die die Mühle umgeben, kam ihm beim Reisen. Er wollte einen Raum für einen besonderen Urlaub schaffen, der das romantische Leben im Baumhaus betont. Dies scheint gelungen, denn man nächtigt hier in der Nähe des Waizenbachs sowie dessen Wasserfall zwischen Wald und Wiesen, um am nächsten Morgen vom Rauschen der Bäume und Zwitschern der Vögel zu erwachen sowie den Ausblick die Naturlandschaft zu genießen.

„Das Baumhaushotel liegt traumhaft versteckt im Wald und dennoch kann man auf der großen Holzterrasse auch Sonne tanken. Man ist eins mit der Natur, man hört fast ausschließlich die Vögel zwitschern und Frösche aus dem benachbarten schönen Schwimmteich quaken. Die totale Entschleunigung.“

Slowhop‘s Bewertung: Die insgesamt 10 Baumhäuser des Hotels fügen sich dank des verwendeten Naturholzes tagsüber nahezu nahtlos in ihre natürlich Umgebung ein – abends jedoch wird das Areal dank der Beleuchtung in eine ganz besondere Stimmung getaucht, die den Aufenthalt tatsächlich unvergesslich machen dürfte.

(Fotos: Baumhaushotel Seemühle)

Wassertürme sind von großer Bedeutung für die Wasserversorgung der Menschen, in ihnen werden große Mengen Wasser gespeichert. So war es auch im November 1897, als in der mecklenburgischen Stadt Waren das Wasserwerk am Nesselberg und mit ihm der 35 Meter hohe Wasserturm in Betrieb ging. Nach mehreren Beschädigungen und Betriebspausen wurde er 1963 stillgelegt, doch noch bis 1990 bewohnt. Im Frühjahr 2010 erwarb ihn die private Genossenschaft BEWAHREN Ferienhaus eG, die eigens zu dem Ziel gegründet wurde, ihn zu bewahren. Noch im selben Jahr begann der Umbau, während dem vier ansprechende Ferienwohnungen im Turm entstanden. Der Innenarchitekt achtete hierbei besonders darauf, dass sich die runde Form des Gebäudes auch in den Räumen widerspiegelt. Alle vier Wohnungen besitzen einen Außenbereich, entweder in Form einer Terrasse, eines Balkons oder einer Empore. Vom Turm, der von Anfang an auch als Aussichtsplattform gedacht war, eröffnet sich der Blick auf den See Müritz und den Müritz-Nationalpark.

„Sehr geschmackvoll eingerichtet, unglaublich gut ausgestattet, perfekte Lage – insgesamt eine ganz besondere Unterkunft. Dicke Empfehlung! Würden am liebsten einziehen :)“

Slowhop‘s Bewertung: Das überraschend moderne Interieur und die tolle Aussicht entschädigen allemal für die enge Wendeltreppe mit ihren vielen Stufen, die nach oben führt. Trotz der Nähe zur Stadt Waren – es sind nur wenige hundert Meter bis zur Stadtmitte – hat man im sowie am Turm seine Ruhe und kann bei gutem Wetter eindrucksvolle Sonnenaufgänge durch die bogenförmigen Fenster verfolgen.

(Fotos: Wasserturm Waren)

Der Seecontainer, der normalerweise auf langen Reisen über die Meere und Ozeane Waren transportiert, ist im Vogtland in einen sicheren Hafen eingelaufen. Jan Hesse begrüßt seit 2018 seine Gäste in den zu hochwertigen Tiny Häusern umgebauten Stahlkonstruktionen. Er verwendete dabei viele Natur- bzw. nachwachsende Materialien wie etwa alte Zeitungen oder Holz. Aber auch eine gut ausgestattete kompakte Küche, ein modernes Bad sowie die smarte Steuerung des Zugangs, der Heizung (auch der Infrarot Deckenheizung) und des Lichtes per iPad fanden ihren Platz hier. Heute schützt der Container statt Waren jedoch dich vor äußeren Einflüssen, wenn du das möchtest. Du kannst aber auch eine schöne Zeit auf der Terrasse davor verbringen oder dich aktiv in die Bike- und Ski-Welt von Schöneck stürzen, die ebenso vor der Haus-, genauer: Containertür liegt. Die großen Fenster lassen viel Grün und Sonnenlicht ans Bett, man hat auch so immer das Gefühl hat, draußen zu sein.

„Die Lage ist umwerfend. Du bist mitten in der Natur und kannst die Ruhe genießen. Innen und außen verschmelzen durch die vielen Fenster, und der Ausblick ist atemberaubend.“

Slowhop‘s Bewertung: Die Containerlofts verbinden durch ihre großen Fensterflächen auf eine spannende Weise den Stil des Industrial Chic im Inneren mit der umgebenden naturnahen Idylle außen. Ob man ganz entspannt auf der Terrasse grillen, den Ausblick auf das Vogtland genießen, nachts den Sternenhimmel beobachten oder einer der vielen Aktivitäten der direkten Umgebung nachgehen möchte – der Container kann eine vielseitige Basis für dich sein.

Wer schon einmal auf einem Hausboot übernachtet hat, mag sich jetzt denken: „Was ist an einem Hausboot als Unterkunft so außergewöhnlich?“ Nun ja, es ist eine Sache auf einem Hausboot auf dem Rhein oder der Spree unterwegs zu sein, wo es an den offiziellen Anlegestellen fast so voll werden kann wie in den Zelten auf dem Oktoberfest; und es ist eine völlig andere Sache, ein kleines verträumtes Hafenbecken quasi für sich zu haben. Direkt zwischen der Ostsee und dem Peenestrom liegt das kleine Fischerdorf Karnin, in dem Maik Babatz, Mathias Hasbargen sowie Alexander Birkholz 2018 ihre Vision eines „sicheren Hafens“ verwirklicht und einen Ort der Ruhe sowie Idylle geschaffen haben. In der kleinen verträumten Bucht erwarten die vier „schwimmenden Ferienhäuser“ Hilde, Selma, Silvia und Pit ihre Gäste. Hier lässt sich Entspannung und Entschleunigung problemlos mit den Annehmlichkeiten einer Ferienwohnung verbinden; das Hafenresort ist zudem ein idealer Ausgangspunkt zur Erkundung der Insel Usedom. Dank dem Ausblick auf das Stettiner Haff wird dein Aufenthalt wohl unvergesslich.

„Der Urlaub auf dem Hausboot war etwas ganz Besonderes. Sehr schöne Ausstattung, ruhige Lage, gute Ausflugsmöglichkeiten auf der Insel.“

Slowhop‘s Bewertung: Wer das Hausboot nicht nur zur Übernachtung, sondern auch zum Ausschippern nutzen möchte, sollte woanders seine Möglichkeit hierzu suchen, denn diese vier haben sich das letzte Mal bewegt, als sie 2018 hierher transportiert wurden. Wenn man darüber hinwegsehen kann, dass die vier Boote relativ nahe beinander liegen, dann kann man hier einen schönen Aufenthalt verbringen und sich abends sanft von den Wellen in den Schlaf schaukeln lassen.

(Fotos: Hafenresort Karnin)

Wie kommt ein Campingplatz in unsere Sammlung? Ganz einfach: das Hofgut Hopfenburg liegt nicht nur direkt im Biosphärengebiet Schwäbische Alb, sondern bietet auf seiner 90.000 qm Fläche neben Streuobstweide, Tipi- und Jurtendorf, Safarizelten, Camping, Festscheune und Backhaus auch ein mobiles Eco-Tiny-House! Das Häuschen auf zwei Achsen und vier Rädern wurde geschaffen für moderne Nomaden, die dennoch in einem vollständig eingerichteten Haus verweilen sowie auf dessen Annehmlichkeiten nicht verzichten wollen. Mit dem Brötchenservice des Guts kann man sich frische Backwaren ans Haus liefern lassen, daneben kann man aber auch ein Frühstück vom Büffet in der Festscheune mit regionalen Leckereien genießen. Es gibt hier außerdem überdachte Grillhütten, ein Beach-Volleyballfeld und viele Spielmöglichkeiten für Kinder sowie weitere MachMit-Angebote für Groß und Klein wie etwa gemeinsame Ausflüge in die Umgebung. Nicht zuletzt imponiert es, dass das Hofgut auch als Integrationsprojekt für Menschen mit Handicap fungiert, die hier zum „Hauswirtschaftlichen Helfer“ geschult werden. Und wer könnte dem Ganzen widerstehen, wenn die Büros und die Rezeption des Hofguts in einem Zirkuskassenwagen zu finden sind?

„So wünsche ich mir alle Campingplätze: Naturnah, autobefreit und sehr gepflegt. Das Tinyhouse ist eine spannende Neuerung! Toll sind auch die sauberen und modernen Sanitäranlagen und die gesamte Gestaltung der Anlage.“

Slowhop‘s Bewertung: Das offene, hohe und helle Raumkonzept des Tinyhouses wirkt einladend, und solche Mini-Häuschen sind heute voll im Trend. Das Hofgut ist weit mehr als ein gewöhnlicher Campingplatz, mitten im Naturreservat ist es ein Ferienidyll mit Natur und Tieren, schon direkt nach dem Eintritt dürfte Urlaubsgefühl aufkommen.

(Fotos: Hofgut Hopfenburg)

Deutschlands größtes Glamping Resort im UNESCO-geschützten Biosphärenreservat Bliesgau vor den Toren Saarbrückens schickt sich an, Wohlfühlatmosphäre mit Naturnähe und Komfort zu verbinden. Und dieser Plan scheint aufzugehen, denn in den sogenannten „Naturhotelzimmern“ können bis zu 3 Personen unter Umständen übernachten, die man sonst in einem Boutique Hotel erwarten würde, inklusive edlem Keramik-Waschbereich. Zusätzlich findet man jedoch auch Umweltbewusstsein vor, etwa in Form der beim Bau der Zimmer verwendeten nachhaltigen Stoffe, der Bettwäsche aus Naturmaterialien oder der Abwesenheit von Plastikverpackungen beim Frühstück. Die vier verschiedenen Unterkunftsarten des Resorts werden in Kategorien abgebildet, die typisch für die Landschaft nahe dem Saartal an der deutsch-französischen Grenze sind: Wald-, Sonnen-, Wein- und Obstgarten. Wobei die Preise der umweltschonenden Hütten trotz den unterschiedlichen Angeboten dennoch einheitlich gehalten wurden. Versüßen kann man sich den Aufenthalt mit lokal hergestelltem Wein aus dem Bliesgau oder den weiteren, insgesamt 6 zubuchbaren Leistungen wie etwa „Glamping Frühstück“ oder überdachtem PKW-Stellplatz.

„Waren sofort begeistert, tolle Anlage, es ist an alles gedacht worden, um einen Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Die Zimmer erinnern an Wikingerboote, die mit dem Rumpf nach oben gedreht sind. Die Innenausstattung ist sehr geschmackvoll und hat eine sehr durchdachte Aufteilung, es war alles da, was man braucht.“

Slowhop‘s Bewertung: Die Naturhotelzimmer sind außen organisch geformt und sehr stylisch, innen zwar eng, aber hell, modern und effizient entworfen. Das Glamping Resort punktet zudem auch mit ihrer eigenen App, die mit hilfreichen Informationen und Funktionen die Urlaubsplanung erleichtert.

(Fotos: Glamping Resort Biosphäre Bliesgau)

Im bekannten Gedicht von Wilhelm Müller heißt es zwar „Das Wandern ist des Müllers Lust“, aber in diesem Fall geht es nicht um das Wandern, sondern das Einkehren des Müllers, genauer: um seinen Wohnplatz, die Mühle. Zwar können wir uns in der alten Mühle in Heber bei Schneverdingen kein realistisches Bild davon machen, wie die Müller hier einst lebten; wir können aber mit Sicherheit komfortabler als sie damals verweilen. Denn die 1825 erbaute Mühle wurde 2011 von Holger Antons liebevoll umgebaut und nachhaltig restauriert, so dass heute zur Ausstattung u.a. Kochinsel mit Ceranfeld, Herd mit Mikrowelle und Geschirrspüler in der Küche, Waschmaschine und Trockner im Waschraum, sowie Loungesofa und internetfähiger Fernseher im Wohnzimmer gehören. Auf 200 Quadratmeter Wohnfläche befinden sich auf zwei Geschossen 3 Schlafzimmer und 2 Bäder, so dass bis zu 6 Personen hier Platz finden. Die Essecke in der Küche und der überdachte Außenbereich mit Grill bieten zudem die Möglichkeit zum gemeinsamen Speisen. Und dann haben wir noch nicht von den Ausflugsmöglichkeiten in das nur ca. 5 Kilometer entfernte Naturschutzgebiet Lüneburger Heide gesprochen. Eines ihrer Highlights ist das Pietzmoor in Schneverdingen, dessen Eingang nur 10 Autominuten entfernt liegt. Für Kinder ist der Heide-Park Soltau mit dessen vielen Attraktionen ein Paradies, das nur etwa 8 Kilometer liegt. OK, vielleicht kriegt man hier als Gast in der Mühle am Ende doch Lust zum Wandern :-)

„Wir hatten eine tolle Zeit. Sobald man in die Eingangshalle eintritt, möchte man bleiben. Fußbodenheizung, viel massives Holz und die unvergleichlichen Badezimmer geben dem ganzen einen Wohlfühlmoment. Wir hoffen, dass wir irgendwann noch einmal zu Besuch kommen können.“

Slowhop‘s Bewertung: In einigen Räumen wurden der Retro-Optik wegen bewusst die alten, originalen Holzträger belassen oder auch mal ein historischer Leinensack platziert, was der „alten Mühle“ einen besonderen Charme verleiht. Die Aussicht vom oberen Geschoss wird gemeinsam mit diesem Charme noch viele Besucher in die Lüneburger Heide locken.

(Fotos: Ferienhaus „Die alte Mühle“)

Wer sagt, dass Iglus nur Eskimos vorbehalten sind? Und dass sie in Küstennähe stehen müssen? Niemand, und deshalb war es möglich, dass ein Schweizer vor 25 Jahren auf die Idee kam, ein solches Schneehaus als Hotel in den Alpen anzulegen: In der Wintersaison 1995/1996 baute Adrian Günter sein erstes Iglu im Scuol, wo ein Jahr später auch das erste Iglu-Dorf entstand. Weitere Standorte folgten jährlich, 2005/2006 wurde dann die Zugspitze in Deutschland Teil der Iglu-Dörfer. Hier übernachtet man seitdem in über 2.600 Meter Höhe und hat einen Ausblick auf die Alpen von vier Ländern. 2015/2016 feierten die Betreiber ihr 20-jähriges Jubiläum, und ihr in Zermatt erbautes Schneehaus wurde von Guinness World Records für den Weltrekord im Bau des größten Iglus aus Schneeblöcken prämiert. Die Iglu-Dörfer werden für jeden Winter neu aufgebaut. Sie bieten mit Restaurant, Bar, Whirlpool bzw. Sauna überraschend hohen Komfort. Es gibt ferner Mehrbettzimmer für Familie, Freunde und Gruppen, Romantik-Iglus (auf Wunsch mit privater Toilette) oder gar exklusive Suiten mit privatem Whirlpool. Die Zimmer sind mit Thermomatten und Expeditionsschlafsäcken ausgestattet, die bis -40 °C warm halten. Wer Lust hat, kann auch selbst zur Schaufel greifen und ein solches Schneehaus erbauen. Wobei diese nicht ganz so schön wie die angebotenen aussehen dürften, da bei diesen internationale Kunstschaffende die Räume mit viel Liebe zum Detail verzieren und so jedes Jahr neue zauberhafte Welten aus Schnee und Eis erschaffen.

„Auf der Zugspitze, die mit dem Slogan "Top of Germany" wirbt, befindet sich ein Iglu-Dorf, das sogar noch "Over the Top" im Sinne von "übertrieben schön" ist. Sollte man auf jeden Fall einmal im Leben gesehen haben.“

Slowhop‘s Bewertung: Wer keine Angst vor einer gewissen Frische hat – in einem Iglu kann logischerweise nicht geheizt werden – kann hier eine wirklich außergewöhnliche Unterkunft erleben. Besonders der Ausblick auf die Berge und den Sternenhimmel in einer klaren Nacht, während man im beheizten Whirlpool sitzt, hat es vielen Besuchern angetan.

(Fotos: Iglu-Dorf Zugspitze)

„Rapunzel, Rapunzel, lass mir dein Haar herunter!“, ruft im Märchen der Brüder Grimm der Prinz, der dem schönen Gesang des Mädchens zum Turm folgte, in dem es eingeschlossen war. Rapunzel ließ dann ihr Haar herunter, so dass der Prinz zu ihr hinaufklettern und ihre Liebe gewinnen konnte. Um den Turm zu Schloss Schedling zu besteigen, bedarf es zum Glück keines eingesperrten Mädchens, und es muss auch kein Haarschopf leiden – das Team um Turmherrin Sari Rechl erwartet die Besucher mit offenen Türen. Insgesamt sechs gemütlich-elegante Apartments stehen zur Auswahl, von den Stuben für zwei Personen bis zum Palais für bis zu acht Personen. Saris Vater, der sich schon immer für Burgen und Türme begeisterte, träumte bereits lange von der Errichtung eines Turms und dessen touristischer Nutzung – 2015 durfte er sich im südbayrischen Trostberg im Auftrag der Stadt tatsächlich an die Planung eines Turms machen. Das tat er mit so viel Herzblut, dass er den späteren Betrieb niemand Fremdem und nur seiner Tochter anvertrauen wollte. Das sandfarbene Gebäude ist seitdem ein Besuchermagnet der Gemeinde, die nur 15 Minuten vom Chiemsee entfernt liegt. Die exklusiven Zimmer bieten Gemütlichkeit, Himmelbetten, aber auch dezente Technik und Familientauglichkeit. Denn es gib sogar Schlafhöhlen für Kinder, Miniaturkachelöfen - und einen Geheimgang!

„Das ganze Gebäude sieht schon von außen einzigartig aus, aber wenn man reinkommt ist es einfach atemberaubend! Es ist riesig, zudem achtete man hier auf jedes Detail. Ich war überwältigt, als ich herausfand, dass es hinter der Haustür einen Schrank gibt, der zum Kinderzimmer führt. Wie in Narnia öffnest du ihn, und es zeigt sich eine geheime kleine Tür für den Raum, von dem aus du in andere Zimmer kannst.“

Slowhop‘s Bewertung: Im Gegensatz zum Märchen verbringen die Besucher dieses Turms gerne viel Zeit in ihm, denn jeder will im Himmelbett davon träumen, Prinzessin oder Prinz zu sein. Schon im vergangenen Jahr kamen auch Gäste aus den USA, obwohl die Webseite noch nicht einmal über eine englische Version verfügt. Statt Rapunzels Gesang sind sie wohl dem Ruf des Turms gefolgt :-)

(Fotos: Turm zu Schloss Schedling)

Nein, du bist nicht aus Versehen in ein Fass gefallen, wo du vor lauter Schreck den Wein ausgetrunken hast und eingeschlafen bist. Du hast dir eine besondere Übernachtungsmöglichkeit auf dem Winzerhof Sester gegönnt, umgeben von Obstbäumen und Weinreben. Zur Unterkunft „Urlaub im Weinfass“ gehören zwei Holzfässer: eines zum Schlafen sowie eines mit Wohn- und Essbereich bzw. kleiner Sanitäreinrichtung. Die Unterkünfte „Kirsche“ und „Apfel“ bieten jeweils Platz für 2 Erwachsene. Von den Fässern aus blickt man Richtung Weinreben, Moosturm, Tal und die Berge des umliegenden Schwarzwalds. Dieselbe Kulisse kann man während dem Frühstück oder der abendlichen Vesper auf der Mini-Terrasse vor der Unterkunft genießen. Die Fässer sind elektrisch beheizt, daher ist ein Aufenthalt nicht nur im Sommer möglich. Eine ebenso beheizte Duschmöglichkeit und Toilette befinden sich auf dem Hof nur ca. 100 Meter entfernt.

„Ein einmaliges Erlebnis, die Gastfreundschaft, Lage, Ruhe und das tolle Ambiente. Dazu das reichhaltige Abendessen und Frühstück, die leckeren Weine. Wir kommen bestimmt mal wieder.“

Slowhop‘s Bewertung: Immer mehr Weingebiete locken Besucher mit Übernachtungen in Weinfässern, doch auf dem Hof der Familie Sester wurde das Konzept sehr charmant und in einer besonderen Kulisse verwirklicht. Romantische Zweisamkeit für Paare, bei denen es nicht immer das Sternehotel sein muss, sondern auch mal ein Weinfass sein kann.

(Fotos: Urlaub im Weinfass)